divia Gmbh 26. Oktober 2012

IT & Business-Messe in Stuttgart: Social Media in allen Bereichen

Social Media hat inzwischen mehr als eine "eigene" Messe: bei der dmexco in Köln ist das Thema nicht mehr wegzudenken, die re:publica ist sozusagen die Hausmesse für solche Themen und mediennahe Kongresse wie die DLD oder eine Vielzahl von BarCamps werden vom Themenkomplex auch immer mehr dominiert.

Bei meinem gestrigen Besuch auf der IT & Business-Messe in Stuttgart hat sich bestätigt, was in vielen Unternehmen erst noch Teil der Strategie werden muss: die enge Verzahnung von Social Media mit fast allen IT-gestützten Prozessen in Unternehmen. Selbst auf der Partnermesse der IT & Business - der DMS Expo - standen bei einigen Vorträgen Fragestellungen im Raum, die durch die Nutzung von sozialer Software hervorgerufen werden oder durch sie beantwortet werden können.

Auch klassische IT-Prozesse sind betroffen

Insbesondere wenn das Wissensmanagement in Unternehmen dem E-Mailpostfach entwächst und durch Collaboration-Tools wie Wikis ersetzt wird, müssen auch bestehende Prozesse des (z.B.) Dokumentenmanagements auf den Prüfstand gestellt werden. Lösungen in diesem Bereich sind noch rar und meist nur bei großen Software-Suiten, die alles aus einer Hand bieten, gut verzahnt.

Andere Stelle im Unternehmen, andere Messehalle - selbes Problem: Auch im Bereich Customer Relationship Management rücken Fragen in den Fokus, die sich mittelbar oder unmittelbar um die Verzahnung von bestehenden Tools und der Nutzungsrealität der Kunden dreht. Wie tracke ich Support, der auf Facebook stattfindet, mit meinem CRM-Tool - nur eine Frage, die hier exemplarisch zeigen soll, in welche Richtung sich das Thema entwickelt.

Social Media wird immer wichtiger

Das es wichtiger wird, zeigte sich auch in der Priorisierung durch den Messebetreiber: Ein eigenes Fachforum beschäftigte sich während der gesamten Messe mit dem Themenkomplex. Zu sehen gab es unter anderem best practice Lösungen im Bereich Enterprise 2.0, aber auch Vorträge zum Thema Monitoring (von Brandwatch in Person von Susanne Ullrich) oder dem Aufbau und der Pflege von eigenen Communities vs. den Platzhirschen Facebook, Twitter und Co.

Der vielzitierte Spruch, dass sich kein Unternehmen leisten kann, auf Social Media zu verzichten, ist also gar nicht so falsch - nur eben in seiner Urform nicht richtig. Denn selbst wer in seinem Marketing-Mix auf Social-Media-Lösungen verzichten kann oder will, muss nach innen schauen und prüfen, inwiefern die kulturellen Veränderungen auch eine Änderung der Prozesse, Schnittstellen und der IT erforderlich macht. Viele Lösungen lassen sich preiswert implementieren und wachsen dann mit dem Unternehmen - bei der Skalierung hilft wie so oft die Cloud.

Doch entscheidend ist die Einbettung in die eigenen Prozesse: Mitarbeiter müssen mitgenommen und geschult werden, um z.B. den Schwenk von der E-Mail auf ein Tool wie Yammer oder Chatterbox zu vollziehen oder den Blick in die Monitoring-Ergebnisse zur Normalität werden zu lassen.

 Dieser Beitrag wurde von <a href="https://www.xing.com/profile/Patrick_Schneider45">Patrick Schneider</a> geschrieben
avatar

divia Gmbh

Beiträge von Gastautoren oder ehemaligen divia Mitarbeitern