Stefan Evertz hat auf monitoringmatcher.de zur Blogparade aufgerufen. „Wie finde ich den Influencer?“ lautet die Frage die jeder auf seine Weise beantwortet. Auch wir haben uns mit gleich zwei Artikeln beteiligt (Martin, Frederik). Über Methoden und Strategien zur Findung und dem Umgang mit Influencern wurde nun schon viel geschrieben, besonders dem, was Oliver Gassner schreibt, kann ich zustimmen und will es hier nicht einfach wiederholen. Ich gehe deshalb etwas tiefer und frage: Wieso verbreitet der Influencer meine Inhalte überhaupt?


all blogsInfluencer sind auch nur Menschen

Aus Nächstenliebe oder Barmherzigkeit wird fast niemand etwas verbreiten, schon gar keine Inhalte, hinter denen Unternehmen stehen, die Geld verdienen wollen. Der Meinungsmacher braucht also Anreize und im Idealfall schafft man eine Win-Win Situation für Influencer und Unternehmen.

Natürlich kann man ganz lieb bitten (wie Oliver Gassner es auch schon beschrieben hat), dass der einflussreiche Blogger oder Youtuber meine Inhalte doch bitte verbreiten möge, aber die Erfolgschancen sind hier sehr gering. Gerade wenn es um Blogger Relations geht, fallen immer wieder Sätze wie „Blogger sind keine Journalisten“, „Blogger wollen Exklusivität, keine Standard-Pressemitteilung“, usw. Hier ist also besonderes Fingerspitzengefühl gefragt.

Wer teilt was?

Ich selbst habe in meinem Netzwerk auch einige Persönlichkeiten, die man durchaus als Influencer bezeichnen kann. Jedoch hüte ich mich davor, jedem davon bei jedem größeren Projekt, das wir hier bei divia abschließen, auf die Nerven zu gehen eine Email zu schreiben mit der Bitte, er möge das doch irgendwie auch auf seinem Blog publizieren. Ich überlege schon sehr genau: Wer interessiert sich für die „60 Sekunden im Internet“ Infografik? Für wen ist ein Whitepaper zu Referenzmarketing etwas? Denn der Inhalt muss auch zum Influencer passen, sonst wird er ihn nicht teilen.

Natürlich kann man zurückhaltender oder offensiver an die Sache gehen, Ich bin hier eher der vorsichtige Typ, da ich selbst weiß, wie schnell aus „oh, schön jemand denkt an mich“ ein „ohje, nicht schon wieder der“ werden kann.

Mehr als eine Pressemitteilung

Influencer haben ihre Nische, ihr Spezialthema und sind darin Experten. Es ergibt also nur einen Sinn, ihnen Inhalte zu diesem Gebiet zu liefern. Diese aber so exklusiv wie möglich aber auf jeden Fall so individuell und persönlich. Ein Bloggertreffen als Äquivalent zur Pressekonferenz ist ein Anfang; noch besser jedoch, wenn die Blogger spezielle Inhalte oder Gesprächspartner zum Interview bekommen. Die Süddeutsche Spielemesse lädt beispielsweise jedes Jahr zum Bloggertreffen ein, an dem ich 2012 auch teilgenommen habe. Dort kann man sich locker und offen mit Spiele-autoren unterhalten. Auch das Landesmarketing Baden-Württemberg veranstaltet regelmäßig Bloggertreffen und hat einen Verteiler mit Bloggern/Influencern, mit denen der Kontakt auch gut gepflegt wird. An diesen Verteiler werden teils auch exklusive Inhalte gesendet, die eben nicht per Pressemitteilung veröffentlicht werden. Oder als Vorankündigung, lange vor der PM.

Es ist also gar nicht so schwer, mit ein wenig Kontinuität und Fingerspitzengefühl die Beziehung zu den Influencern aufzubauen und zu erhalten - kurz: die Blogger Relations zu managen. Das Wichtigste dabei ist die persönliche Note und die gegenseitige Wertschätzung, auf denen das alles aufbaut.

Dieser Blogpost ist Teil der Blogparade von monitoringwatcher.de zum Thema “Wie finde ich den Influencer”

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divia Gmbh

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Beiträge von Gastautoren oder ehemaligen divia Mitarbeitern